ANGENEHMES RAUMKLIMA OHNE WOHNGIFTE

 

Wir Alle verbringen viele, viele Stunden innerhalb von geschlossenen Räumen. Um steigenden Energiekosten entgegenzuwirken, werden unsere Häuser zusätzlich immer dichter gemacht. Was früher in Omas Haus unkontrolliert durch die Fugen und Ritzen fliegen konnte, ist in modernisierten Häusern (fast) nicht mehr möglich. Die Luftqualität und damit verbundene Wohngesundheit spielt aber immer noch eine große Rolle! Was aus energetischen Gründen also sinnvoll ist, kann baubiologisch problematisch werden. Wichtig ist daher, beispielsweise mit Hilfe von uns, mögliche Schadstoffquellen zu erkennen und zu entfernen, beziehungsweise bereits in der Planung auszuschließen.

 

Schadstoffquellen und Wohngifte

Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit oder Reizungen der Schleimhäute sind nur einige der typischen Symptome, wenn Schadstoffe die Raumluft beeinträchtigen. Die Quellen der Schadstoffe, die auf unsere Wohngesundheit wirken, sind äußerst vielfältig. 

Chemische Schadstoffe

Vor allen Dingen Kleber, Farben, oder Bodenbeläge können so genannte flüchtige organische Verbindungen (VOC), Weichmacher und andere Wohngifte an die Raumluft abgeben. Besonders bekannt ist Formaldehyd aus der Verklebung von Spanplatten. Aber auch Holzschutzmittel und andere Biozide können starke Beschwerden bei den Bewohnern verursachen – teilweise über extrem lange Zeiträume. Holzschutzmittel mit PCP (Pentachlorphenol) beispielsweise, die in den 1960er Jahren auch im Innenraum verwendet wurden, können noch immer in der Raumluft messbar sein.

 

Biologische Quellen

„Biologisch“ muss nicht immer gut sein. In bestimmtem Fällen, beispielsweise Hefepilze, Bakterien und Hausstaubmilben können insbesondere Schimmelsporen bei zu hoher Konzentration das Immunsystem der Bewohner angreifen und zu chronischen Atemwegserkrankungen, entzündlichen Erkrankungen des Organsystems oder Allergien führen.

 

Physikalische Belastungen

Der Elektrosmog wird sehr häufig verharmlost, weil gesetzlich in Deutschland viel zu niedrige Werte angesetzt werden, ist das thema ein ganz sensibler Aspekt beim Thema Wohngesundheit. Dabei geht es sowohl um den „hausgemachten“ Anteil elektromagnetischer Strahlung durch Handys, Schnurlostelefone oder Leitungen im Schlafbereich als auch um die Belastung durch Hochspannungs- und Sendemasten im Umfeld des Gebäudes. Auch Belastungen durch Lärm, Feuchte oder radioaktives Radon gehören zu den physikalischen Schadstoffquellen.

 

Wohngesunde Planung

Beim Thema Wohngesundheit geht es also zum einen um den Schutz vor Gefahrstoffen und die Vermeidung belastender Bau- und Ausbaustoffe. Bei der bewussten Entscheidung für gesunde Baustoffe sind so genannte Volldeklarationen, also die vollständige Benennung aller Inhaltsstoffe auf der Verpackung, wie sie beispielsweise bei Naturfarben zu finden sind, daher eine wichtige Grundlage.
 
Zum anderen ist Behaglichkeit ein wesentlicher Baustein der Wohngesundheit, sowohl im Neubau als auch bei der baubiologischen Sanierung. Durch einen guten Schallschutz, die Verwendung Feuchte regulierender Baustoffe oder eine so genannte diffusionsoffene Bauweise können Bauherren und Planer aktiv für ein wohngesundes Raumklima sorgen. In gut gedämmten Häusern, insbesondere im Passivhaus, herrscht beispielsweise ein angenehmes Raumklima durch besonders konstante Innenraumtemperaturen.

 

Notwendiger Luftwechsel

Gerade in neuen und energetisch sanierten Häusern muss für mehr Wohngesundheit durch ausreichenden Luftaustausch gesorgt werden. Darum können sich die Bewohner entweder selbst durch regelmäßiges Stoßlüften kümmern oder eine Lüftungsanlage einbauen lassen. Energiesparend sind bedarfsgeführte Anlagen, die dann anspringen, wenn durch manuelles Lüften nicht ausreichend frische Luft zugeführt wurde.